Ich bin kein Freund des schwedischen Möbelhauses und doch eilte das Zwergenpaar gestern gemeinsam durch das Möbellabyrinth. Bedarf bestand an einigen Kleinobjekten zur Organisation für die derzeitigen Neugestaltungs- und Renovierungsarbeiten im Zwergenbau. Auffällig war wieder einmal, dass da wo früher Holzmöbel standen, nunmehr gepresste Sägemehlmöbel und poppig bunte Plastikapplikationen die Regale füllen. Zugegebener Maßen führt das Labyrinth gewisse Möbellinien schon seit vielen Jahren. Jedoch sind die Objekte vergangener Tage im Vergleich zu ihrem neumodigen Pendant immer etwas reichhaltiger in der Materialstärke oder sind aus Metall statt nun aus Plastik. Qualität ist sicherlich kein Begriff der mir im Zusammenhang mit Ikea einfällt. Es wirkt wie ein Abbild unserer Gesellschaft: kurzlebig, ohne eigenem erkennbaren Stil und langweilig.
Und schwupps die wupps ist eines der besten Up- und Downloadportale des Netzes dichtgemacht. Megaupload ist nur noch ein Hauch Internetgeschichte.
Alle Musik die ich geuppt habe, ist damit im virtuellen Nirvana verschwunden und wer hier ein starkes Anliegen nach einem der Tapes hat, die ich über die Zeit geuppt habe, melde sich bitte. Wenn ich die entsprechende Zeit habe, lade ich es auf einem anderen Hoster wieder hoch.
Etwas verspätet, aber zwischen den Jahren hatte ich einfach keine Lust, hier etwas Größeres zu verfassen, nun endlich mein Jahresrückblick für 2011. Wie bereits die Jahre zuvor, kann ich sagen, dass ich viel Musik gehört habe, mich neuen Künstlern und Musikrichtingen annäherte und einige neue Perlen in mein musiklaisches Repertoire aufgenommen.
In dieser Retrospektive stellt sich abermals für mich die Frage:
A) Was ist mein Lieblingsalbum des Jahres 2011 (Neu veröffentlicht)?
B) Welche Band oder Platte ist die Wiederentdeckung des Jahres, hat mich also früher schon einmal begeistert und lag zwischenzeitlich aber im Abseits bei mir und kommt nun wieder ganz gross raus?
C) Welches ist für mich das Lieblingslied des Jahres 2011 (alt oder neu egal)?
D) Welche Band bzw. welche Platte ist für mich die Neuentdeckung des Jahres 2011?
Na klar fällt mir wie immer die Entscheidung schwer einen Favoriten jeweils zu küren, aber da ich mir selbst die Kategorien gewählt habe, sollte ich es schaffen
zu A) Daft Punk – Tron Legacy
Obwohl ich den Film bis heute noch nicht gesehen habe, Daft Punk mich mit ihrer bisherigen Musik nicht zu überzeugen wußte, ist mit dem vorliegenden Soundtrack etwas Bombastisches gelungen. Die Musik wummert aus den Boxen, erzeugt Flächen und Stimmung, dass es eine wahre Freude ist. Die Mischung aus Elektronik und klassischem Soundtrack, ist ähnlich wie beim Transformers-Soundtrack ein gelungener Spagat zwischen Moderne und konservativem Arrangement. Fett!
zu B) Pet Shop Boys – Please
Die Pet Shop Boys machen Pop-Musik. Fühle ich mich als Popper? – das würde ich glattweg verneinen. Aber die Musik der beiden Briten ist perfekt abgemischt, rhythmisch und melodisch zugleich, dazu tanzbar und sowohl laut, als auch leise gut zu genießen. West End Girls, Suburbia und Later Tonight sind Popklassiker, die auch heute ihre absolute Daseinsberechtigung in Diskotheken und im Airplay haben. Zumindest wenn es nach mir geht!
zu C) Lana Del Rey – Video Games
Auch wenn die Musik wohl derzeit sehr angesagt ist, für mich tatsächlich das Lied des Jahres. Es ist mega einfühlsam und es hat einen Groove, den ich wirklich geil finde. Ich bin gespannt, was die Frau weiter so veröffentlichen wird. Ich habe sie im Blick
Zu D) Anna Ternheim – Separation Road
Bis zum Sommer war mir diese Frau kein Begriff. Aber seitdem finde ich dieses Album und auch ihre anderen, bisherigen Veröffentlichungen einfach genial. Die Musik transportiert Emotionen, hat einen eigenen Stil und Größe. Für mich schwingt immer eine dicke Portion Melancholie und Schwermut mit, hat aber gleichzeitig etwas Fatalistisches und Endgültiges. Ganz großes Kino!
Liebe Mitblogger, liebe Freunde, Leser und Besucher (diese Ansprache gilt beiden Geschlechtern )
ich wünsche Euch von Herzen ein frohes Weihnachtsfest, mit Zeit für die wahrhaftigen und guten Dinge im Leben, abseits vom Alltagsstress und den täglichen Nöten soll auch Zeit für unser ureigenes Bedürfnis sein, Platz für Gefühle und Ansprüche die unserem Ego Genüge tun und Pflege für die eigene Seele bieten.
Messer Banzani ist nicht eine der typischen DDR Punkbands. Aber sie bilden aufgrund der Vergangenheit ihrer Bandmitglieder in diversen Punkkapellen und dem unverwechselbaren Sound, einen wichtigen Bestandteil meines Punkgefühls zur Wendezeit.
… das Land mit den vielen Wäldern, Elchen und Karohemden. Dort wo Bryan Adams von Liebe singt und der leckere Ahornsirup herstammt. Das Staat der immer als der kleine Saubermann neben seinem dicken, schmutzigen Nachbarn daherkommt. Genau der mogelt sich um eine Geldstrafe für die Nichteinhaltung von gesteckten Zielen, indem er einfach aus dem Kyoto-Abkommen aussteigt. Gekonnt nutzen die Kanadier dazu eine andere Begründung. Damit zielen sie auf einen wunden Punkt, den jeder der an einer ernsthaften Umsetzung von Klimaschutz und Ressourcenschonung interessiert ist, maßlos reizt. Was bleibt ist ein ambivalente Wut, die sowohl Pro, als auch Kontra kanadischer Argumentation zielt, aber nicht weil mir die Meinung als Begründung plausibel erscheint, sondern, weil sie damit Recht haben.
… stellt für mich in der Regel nicht die Weltmacht in Umweltschutz, Gerechtigkeit und Demokratie dar. Aber dieser konsequente Umgang mit einem Umweltverschmutzer, verdient meine volle Anerkennung. Ob die Gründe nun wirklich das Bohrloch und die durch das austretenden Öl resultirende Umweltverschmutzung ist, sei mal dahin gestellt.
Ich hätte eine Menge Unternehmen, die ich aus Deutschland schmeißen würde.